Warum Wissenschaft die wachsenden Krisen nicht lösen kann

Entwicklung geht nicht vom Verstand aus

Tatsächlich sieht es so aus, als würde sich der Mensch nur aufgrund seines Verstandes rasant entwickeln, während die anderen Lebewesen ohne Verstand ewig lang brauchen (Milliarden Jahre Evolution). Das liegt daran, dass durch Mitwirkung des Verstandes neue Formen von EntwicklungEntwicklung ist die Entstehung von neuem VerhaltenVerhalten ist die Veränderung von Zuständen im Laufe der Zeit. in einem SystemWenn mehrere Einzelelemente so zusammenwirken, dass sie in ihrer Gesamtheit als Einheit gesehen werden können, dann spricht man von einem System . Bei Systemen müssen zwei Arten von Verhalten unterschieden werden: mikroskopisches Verhalten : das Verhalten der Einzelelemente, aus denen sich das Sy.... Durch Entwicklung werden Zustände erreichbar, die vorher nicht erreichbar waren. entstanden sind. Dennoch geht die eigentliche Entwicklung dabei nicht vom Verstand aus.

1. Steuerung komplexer Bewegungsabläufe

Der Verstand erlaubt es, komplexe Bewegungsabläufe zu steuern, wie z.B. Sport, Tanzen, Musizieren, Handwerk und Engineering. Die Steuerung dieser komplexen Bewegungsabläufe durch den Verstand repräsentiert dabei aber lediglich den nicht-gesetzmäßigen Anteil des Verhaltens. Man stelle sich vor, wie man auf einem Instrument, die allerersten Griffe lernt oder in der Tanzschule die allerersten Tanzschritte. Das läuft sehr unbeholfen ab. Die eigentliche Entwicklung findet statt, wenn das nicht-gesetzmäßige Verhalten durch Wiederholung zu einem gesetzmäßigen Verhalten wird: Man muss sich immer weniger darauf konzentrieren. Es geht immer automatischer. Erst dadurch wird es möglich, dass der Verstand aufbauend auf dieser Automatisierung noch komplexere Bewegungsabläufe steuern kann. Das allerdings ist die WirkungDie Wirkung ist die Veränderung, die bei einem Energie-ElementEin Element ist etwas, das von der Wahrnehmung als eigenständige Einheit unterschieden werden kann. durch den Einfluss eines anderen Energie-Elements ausgelöst wird. des Bewusstseins auf die MaterieMaterie ist all das, was über die Sinneswahrnehmung erfasst werden kann.. Ohne diese Wirkung würde der Verstand immer weiter unbeholfen seine ersten Tanzschritte aufs Parkett stümpern, ohne jemals irgendeinen Fortschritt zu machen.

2. Entwicklung von Technologie

TechnologieTechnologie erschafft neues gesetzmäßiges Verhalten aus elementarem gesetzmäßigen Verhalten. entsteht, indem durch die NaturgesetzeNaturgesetze beschreiben das elementare Verhalten der Materie (nahezu) vollkommen exakt mit Hilfe der MathematikDie Mathematik ermöglicht es dem Verstand durch ihre Formeln, mit einigen wenigen Elementen Unendlichkeit, Komplexität und Kontinuität zu beschreiben und damit seine größte Beschränkung zu überwinden.. beschriebenes elementares Verhalten der Materie durch den Aufbau von Systemen zu neuem gesetzmäßigen Verhalten zusammengesetzt wird. Dieses neue gesetzmäßige Verhalten bildet die Funktionen technologischer Systeme. Funktionen dienen dazu, dem Menschen Verhalten abzunehmen. Technologie verrichtet für den Menschen Arbeit, das ohne die Technologie erheblich aufwändiger oder gar nicht möglich wäre. Insofern erfüllt das Erschaffen von Technologie eines der wichtigsten Kriterien von Entwicklung:

Der Mensch überträgt Verhalten auf die Materie und erweitert dadurch seine Verhaltensmöglichkeiten.

Das ist insofern genau das, was auch bei Entwicklung geschieht: Das Verhalten wird von der AufmerksamkeitAufmerksamkeit ist gezielt fokussierte Wahrnehmung. des Bewusstseins auf die GesetzmäßigkeitenEine Gesetzmäßigkeit ist etwas, das unter bestimmten Bedingungen immer gleich ist. Sie stellt einen Zusammenhang her zwischen einer Bedingung und einer Konsequenz. der Materie übertragen.

Entwicklung_und_Rationalitaet

Man könnte es vielleicht als so eine Art Zwischenebene zwischen Verhalten und Entwicklung betrachten, weil ähnlich wie bei Entwicklung neues gesetzmäßiges Verhalten entsteht, das für den Menschen Arbeit verrichtet. Dennoch findet die eigentliche Entwicklung nicht auf dieser Ebene statt. Zu tatsächlicher Entwicklung kommt es erst durch Wiederholung dieses Vorgangs, durch die immer komplexere Technologie erschaffen werden kann.

Entwicklung_und_Verstand

Wenn man sich Technologie in ihrer Entwicklung anschaut, dann findet man alle Merkmale der biologischen Evolution wieder. Die eigentliche Entwicklung findet nicht in der Entwicklung EINES Autos oder eines Computers satt, sondern in der Wiederholung dieses Prozesses, durch die sich Technologie immer weiter entwickelt. Und das ist exakt der gleiche Prozess wie bei der Entstehung neuen Verhaltens der Lebewesen.

Eine weitere grundlegende psychische Leistung bei der Entstehung von Technologie ist ebenfalls nicht rationalen Ursprungs: Kreativität!

Die Entwicklung von Technologie basiert auf einem endlosen Strom von Ideen, die scheinbar aus dem Nichts kommen:
- Ideen für neue Technologien
- Ideen für Lösungen, um Technologie-Ideen zu realisieren

Kreativität ist kein Produkt von RationalitätRational bedeutet “teilend” (rationieren, die Ration) und beschreibt die grundlegende Arbeitsweise des Verstandes - Teilen und Verbinden: in der Wahrnehmung Elemente unterscheiden (Teilen) zwischen den Elementen Zusammenhänge herstellen (Verbinden) Weil es viele verschiedene Arten gib...! Das erfährt man, wenn man seine Aufmerksamkeit einzusetzen beginnt, ohne Kreativität durch angestrengtes Nachdenken zu überlagern und abzuwürgen. Der Verstand selbst ist ein rein konstruktives Werkzeug. Er schlussfolgert und setzt zusammen. Durch Kreativität wird er mit neuen Ideen gefüttert, die er dann weiter verarbeitet.

3. Erkennen und Anwenden bestehender Gesetzmäßigkeiten

Der Verstand kann Gesetzmäßigkeiten in seinem rationalen Modell der Realität abbilden und dadurch Verhalten steuern, indem er die Gesetzmäßigkeiten anwendet. Was er selbst aber nicht kann, ist: Gesetzmäßigkeiten finden! Er kann sie erkennen und beschreiben, wenn sie gefunden wurden, aber gefunden werden sie durch Kreativität. Es handelt sich um genau die Art von Ideen aus dem Nichts, die der Verstand selbst nicht hervorbringen kann.

Der Verstand selbst agiert immer in der Verhaltensebene. Aber mit jeder Wiederholung seines Verhaltens wachsen seine Fähigkeiten. Der Verstand ist selbst ein Produkt von Entwicklung und er entwickelt sich durch die Wirkung des Bewusstseins auf die Materie. Er repräsentiert die Entwicklung eines Verhaltens, nämlich die Abbildung und Anwendung von Gesetzmäßigkeiten.

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