Wissenschaft und Realität

Die Wissenschaft kann die wachsenden Probleme und Krisen nicht lösen, weil sie den wichtigsten Teil der Realität von ihrer Betrachtung ausschließt. Wissenschaft basiert auf dem wissenschaftlichen Beweis. Ein wissenschaftlicher Beweis bedeutet, die Gültigkeit einer Behauptung anderen Menschen nachvollziehbar vorzuführen. Das geht nur wenn alle Elemente einer Behauptung vom Vorführenden und von den Empfängern gleichzeitig wahrgenommen werden. Dazu müssen sie über die fünf Sinne Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, und Tasten wahrnehmbar sein. Die Wahrnehmung des Menschen geht jedoch weit über die Sinneswahrnehmung hinaus. Sie kann sich auch dem Inneren der Psyche zuwenden und dort innerpsychische Prozesse und Zusammenhänge erfassen. Innerpsychische Wahrnehmungen können nicht Teil wissenschaftlicher Beweise sein, weil sie sich anderen nicht vorführen lassen und weil sie auch von außen nicht messbar sind. Behauptungen mit innerpsychischen Anteilen werden von der Wissenschaft als unwissenschaftlich zurückgewiesen, was so viel bedeutet wie falsch, lächerlich und dumm.

Die Lösung der Probleme und Krisen liegt im Inneren der Psyche, aber sie darf dort nicht gesucht werden, weil das unwissenschaftlich ist.

Die Wissenschaft ist ein rein rationales Erkenntnisprinzip. Sie basiert auf der Funktion des rationalen Verstandes. Der Verstand steuert Verhalten auf der Grundlage von Gesetzmäßigkeiten. Eine Gesetzmäßigkeit ist etwas, das unter bestimmten Bedingungen immer gleich ist:

Gesetzmäßigkeit: Bedingung ⇒ Konsequenz

Wann immer die Bedingung gegeben ist, tritt die Konsequenz ein. Die Kenntnis einer Gesetzmäßigkeit ermöglicht es dem Verstand, durch Herstellen der Bedingung eine gewünschte Konsequenz herbeizuführen oder durch Meiden der Bedingung eine unerwünschte Konsequenz zu umgehen.

Dadurch erlangt der Verstand Kontrolle über das Verhalten der Materie, denn das Verhalten von Materie ist teilweise gesetzmäßig. Materie ist all das, was über die fünf Sinne Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten wahrnehmbar ist.

Für den Verstand und die Wissenschaft als seine Erkenntnismethode existiert nur der materielle Teil der Realität. Die Psyche wird nicht als eigenständige Informationsquelle gesehen, sondern als reine Reflexion der Sinneswahrnehmung: Das würde bedeuten, die Psyche verarbeitet Sinnesdaten, aber sie liefert keine von den Sinnesdaten unabhängigen Informationen. Im wissenschaftlichen Weltbild ermittelt der Verstand mit der Wissenschaft aus den Sinnesdaten die Gesetzmäßigkeiten der Materie und von der Psyche wird erwartet, dass sie das anstandslos in Verhalten umsetzt.

Doch der Verstand ist eine relativ junge Entwicklung der Evolution (ca. 30.000-60.000 Jahre). Während sich der Verstand in der Psyche entwickelte, verdrängte er immer mehr das, was das Verhalten des Menschen ursprünglich mal antrieb und was das Verhalten aller anderen Lebewesen nach wie vor bestimmt. Die Religion bezeichnet diese Entwicklung als Sündenfall, weil der Mensch dadurch den Kontakt zum wichtigsten Teil der Realität und zu seinem Ursprung verlor. Der Verstand beansprucht die Steuerung von Verhaltensanteilen, die eigentlich einer anderen Führung folgen müssten, damit sie erfolgreich sein können.

Lebewesen haben ein selbst-getriebenes Verhalten. Sie können im Gegensatz zur leblosen Materie ein Verhalten aus sich selbst heraus hervorbringen. Ein Stein tut niemals irgendetwas von sich aus. Sein Verhalten wird ausschließlich durch die Einwirkung äußerer Kräfte bestimmt. Aber ein Lebewesen kann sich einfach aus eigener Kraft in Bewegung setzen. Es muss deshalb etwas geben, was das Verhalten der Lebewesen von innen heraus antreibt und das ist nicht der Verstand!

Was dem Verstand und damit auch der Wissenschaft entgeht, ist der Ursprung des Lebens: Wie entsteht das Verhalten der Lebewesen? In der Psyche des Menschen schwelt ein permanenter, meist unbewusster Konflikt zwischen dem, was ursprünglich das Verhalten des Lebens antreibt und rationalen Verhaltensentscheidungen, die auf einem unvollständigen Modell der Realität beruhen. Der Verstand betrachtet sich selbst als die Vernunft und impliziert damit, dass alle anderen Verhaltenseinflüsse in der Psyche unvernünftig seien. Doch das ist ein Irrtum, wie er größer gar nicht sein könnte.

Das Leben basiert auf einer eigenständigen, nicht-materiellen Form von Energie: dem Bewusstsein bzw. der Bewusstseinsenergie. Der Wissenschaft entgeht diese Energie, weil sie über die 5 Sinne nicht wahrnehmbar ist. Aber über seine innerpsychische Wahrnehmung hat der Mensch Zugang zu dieser Energie. Es handelt sich um das, was der Mensch ist. Der Mensch ist nicht sein Verstand und auch nicht sein Körper. Der Verstand ist ein Werkzeug wie ein Computer und der Körper ist ein Vehikel wie ein Auto. Der Mensch ist Bewusstsein und Bewusstsein ist das, was wahrnimmt und woraus das Verhalten hervorgeht: das Ich. Das ist es, worauf die Frage "Wer bin ich?" abzielt: Den tatsächlichen Ursprung des eigenen Verhaltens zu erkennen, anstatt ihn durch rationale Fehlentscheidungen abzuwürgen, die sich ausschließlich an den Gesetzmäßigkeiten der Materie orientieren.

Der Verstand verdrängt die Existenz der Bewusstseinsenergie in seinem Weltbild, weil es sich um einen Verhaltenseinfluss handelt, der nicht rationaler Kontrolle unterliegt. Rationale Kontrolle basiert auf Gesetzmäßigkeiten. Alles, das nicht gesetzmäßig ist, betrachtet der Verstand als Zufall, denn darüber hat er keine Kontrolle. Aber Zufall bedeutet Unwissenheit. Aus menschlicher Sicht ist nicht unterscheidbar, ob ein Ereignis oder eine Entwicklung tatsächlich zufällig geschehen oder ob nur die Bedingungen ihrer Entstehung nicht bekannt sind. Indem der Verstand den Zufall als eine Tatsache ansieht, verbirgt er seine Unwissenheit vor sich selbst. Wenn der Zufall als unkontrollierbare Ursache eingesetzt wurde, findet keine Suche nach kontrollierbaren Ursachen mehr statt. Genau das meinte Sokrates mit seinem berühmten Satz: "Ich weiß, dass ich nicht weiß!"

Um nicht mit der Begrenztheit seiner Arbeitsweise konfrontiert zu werden, reduziert der Verstand die Realität auf Materie und ihre Gesetzmäßigkeiten und erschafft so die Illusion, dass das gesamte Universum rein rational kontrollierbar sei.

Die Differenzen zwischen seiner reduzierten Weltsicht und der Realität verbirgt der Verstand durch unbewusste, aber geschickt angelegte rationale Tricksereien vor sich selbst.

Bewusstsein ist eine (nicht-materielle) Form von Energie und Energie bezeichnet die Fähigkeit, Veränderungen zu bewirken.

Bewusstseinsenergie treibt nicht nur das Verhalten der Lebewesen an, sondern sie beeinflusst dabei auch Verhalten und Entwicklung von Materie und zwar genau dort, wo Verstand und Wissenschaft von Zufall ausgehen.

Weil das Bewusstsein im Weltbild des Verstandes fehlt, wird es in rationalen Verhaltensentscheidungen nicht berücksichtigt. In der Folge wird die Wirkung der Bewusstseinsenergie vom Verstand unbewusst fehlgelenkt. Die Trennung des menschlichen Verhaltens von seinem natürlichen Antrieb bringt eine Vielzahl an negativen Wirkungen hervor, nämlich all die Probleme und Krisen, mit denen sich der Mensch auf individueller und globaler Ebene konfrontiert sieht und die er verbissen bekämpft, ohne ihre tatsächliche Ursache zu erkennen.

Die Entwicklung der Menschheit steckt in einer Sackgasse fest: Die Wissenschaft wertet alles als unwissenschaftlich ab, das nicht wissenschaftlich bewiesen werden kann. Das erscheint angesichts des enormen Nutzens, den die Wissenschaft durch die Entdeckung der Naturgesetze und der darauf aufbauenden Technologie erzielen konnte, auch durchaus plausibel. Die Lösung der zahlreichen eskalierenden Probleme und Krisen würde es aber erfordern, innerpsychische Informationen in die Problemlösung mit einzubeziehen, um die Wirkung der Bewusstseinsenergie in die richtigen Bahnen zu lenken. Das Dilemma ließe sich lösen, wenn die Existenz von Bewusstseinsenergie als nicht-materieller Energieform und ihr Einfluss auf die Materie bewiesen werden könnte. Und das ist aber nicht möglich, weil Bewusstseinsenergie über die fünf Sinne nicht wahrgenommen werden kann.

Zum Glück gibt es eine Lösung für das Dilemma. Es lässt sich tatsächlich beweisen, dass das, was auf rationaler Ebene für Zufall gehalten wird, kein Zufall ist und dass es eine Ursache gibt, auch wenn sie nicht direkt wahrnehmbar ist. Dafür braucht es zunächst noch ein paar theoretische Vorüberlegungen:

Es geht darum, die Existenz einer nicht-materiellen Energieform und ihres Einflusses auf die Materie zu beweisen. Energie bedeutet die Fähigkeit, Veränderungen zu bewirken. Wenn ein Energieelement verändernd auf ein anderes einwirkt dann bezeichnet man das als Kausalität bestehend aus Ursache und Wirkung:

Die Ursache ist der Einfluss, den das eine Energie-Element auf das andere ausübt und die Wirkung ist die Veränderung, die das andere Energie-Element dadurch erfährt. Die Wissenschaft erforscht die Gesetzmäßigkeiten materieller Kausalitäten. Dabei ist sowohl die Ursache als auch die Wirkung über die fünf Sinne wahrnehmbar. Das so gewonnene Wissen wird zur Steuerung des Verhaltens eingesetzt: Indem der Mensch über sein körperliches Verhalten auf die Ursache Einfluss nimmt, kann er die Wirkung beeinflussen:

Das schließt auch den Fall ein, eine Ursache abzustellen, um eine unerwünschte Wirkung zu vermeiden:

Hier geht es aber darum zu beweisen, dass nicht-materielle Energieformen existieren. Das bedeutet, die Ursache ist über die 5 Sinne nicht wahrnehmbar:

Die Ursache ist zwar nicht wahrnehmbar, das körperliche Verhalten, welches die Ursache auslöst, aber schon: Ein Verhalten löst eine Wirkung aus, ohne dass eine materielle Verbindung zwischen beidem existiert. Die Mythologie bezeichnet das als Magie. Illusionisten täuschen derartige Szenarien vor, indem sie die Ursache für den Zuschauer verbergen. Die Frage ist: Wie wird der Zusammenhang zwischen Verhalten und Wirkung hergestellt, wenn zwischen beidem keine materielle Verbindung besteht?

Der Verstand würde nach einem solchen Zusammenhang in der Realität gar nicht suchen, weil es ihn laut seinem Weltbild nicht geben darf. Und nicht nur das: Solche Zusammenhänge lösen im Verstand tiefsitzende Urängste aus. Der Verstand sträubt sich mit allen Mitteln dagegen, sie wahrzunehmen und ihre Existenz anzuerkennen, denn sie verweisen auf einen Bereich der Realität, der keiner rationalen Kontrolle unterliegt und zerstören damit die Illusion, das gesamte Universum rein rational kontrollieren zu können. Darüber hinaus wird der Verstand mit der Tatsache konfrontiert, aus Unwissenheit unbewusst negative Wirkungen hervorzubringen.

Der Zusammenhang durchzieht die gesamte menschliche Existenz auf tiefgreifende und umfassende Weise. Wenn man beginnt, ihn zu sehen, löst das einen Schock aus: Wie konnte etwas so Großes und Fundamentales von so vielen Menschen so lange übersehen werden?

Der eigene Körper ist der Teil der Materie, der am menschlichen Bewusstsein am nächsten dran ist. Deshalb ist die Wirkung der Bewusstseinsenergie dort am stärksten ausgeprägt und damit auch für einen Beweis am besten geeignet. Viele als unheilbar geltende Krankheiten werden durch fehlgelenkte Bewusstseinsenergie ausgelöst. Die Krankheiten erscheinen als unheilbar, weil ihre Ursache nicht gesehen wird. Um den Zusammenhang zu sehen, muss man die Betrachtungsperspektive auf Krankheiten ändern. Normalerweise sucht der Verstand nach den materiellen Ursachen einer Krankheit. Eine materielle Ursache gibt es in diesem Fall aber nicht. Deshalb rückt ein anderer Aspekt von Krankheit in den Fokus:

Eine Krankheit wird als negativ gesehen, weil sie das Verhalten einschränkt. Krankheiten schränken das Verhalten auf vielfältige unterschiedliche Weise ein. Der erste Schritt ist zu sehen, auf welche Weise eine Krankheit das Verhalten einschränkt.

Die gleiche Einschränkung des Verhaltens, welche von den Symptomen der Krankheit erzwungen wird, hat bereits VOR Auftreten der ersten Symptome psychisch bedingt existiert!

Man muss also zunächst klären, wie genau die Symptome einer Krankheit das Verhalten einschränken und schaut dann, ob die gleiche Art von Verhaltenseinschränkung bereits VOR Auftreten der ersten Symptome psychisch bedingt existiert hat.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind Beispiele für sehr spezifische Verhaltenseinschränkungen. Der Körper reagiert auf den Verzehr eines bestimmten Nahrungsmittels mit unangenehmen Symptomen wie Schmerzen, Blähungen, Erbrechen, Übelkeit oder Atemnot. Nahrungsmittelunverträglichkeiten erzwingen eine Einschränkung des Verhaltens dahingehend, dass dass bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr verzehrt werden können. Seit einigen Jahrzehnten erleben wir eine rasante Zunahme von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Zusammenhang zur vorhergehenden psychischen Verhaltenseinschränkung ist in diesem Fall für den Verstand besonders schwer herzustellen, weil die psychische Verhaltenseinschränkung durch den Verstand eigentlich auf die genau gegenteilige Wirkung ausgerichtet ist: "Gesunde Ernährung" ist eine Ansammlung von Ernährungsregeln, die auf die Erhaltung oder sogar Steigerung der Gesundheit abzielen. Die Kehrseite von gesunder Ernährung ist aber, dass bestimmte Nahrungsmittel als "ungesund" angesehen werden.

"Gesunde Ernährung" ist ein rationales Konstrukt. Aber die Ernährung der Lebewesen hat schon Milliarden Jahre vor der Entwicklung des rationalen Verstandes funktioniert und zwar auf der Grundlage dessen, was wir als den natürlichen Appetit unseres Körpers kennen. Der natürliche Appetit des Körpers ist ein Aspekt des vom Bewusstsein angetriebenen Verhaltens. In der Psyche existieren deshalb zwei Steuerungsmechanismen für die Ernährung, die miteinander in Konflikt geraten können:

  1. der natürliche Appetit des Körpers
  2. die Regeln einer "gesunden Ernährung"

Eine psychische Verhaltenseinschränkung entsteht dann, wenn die "gesunde Ernährung" Nahrungsmittel verbietet oder zumindest als ungesund ansieht, die der Appetit des Körpers einfordert. Jedes Mal, wenn der Appetit ein solches Nahrungsmittel einfordert, grätscht der Verstand dazwischen, indem er in Erinnerung ruft, wie "ungesund" dieses Nahrungsmittel eigentlich ist. Dabei ruft das Nahrungsmittel aber zunächst noch gar keine tatsächlichen negativen Symptome im Körper hervor, sondern es handelt sich einfach nur um eine Idee der "gesunden Ernährung", dass das Nahrungsmittel auf lange Sicht negative Wirkungen im Körper hervorrufen könnte.

Wenn der Konflikt zwischen natürlichem Appetit und bestimmten Regeln der "gesunden Ernährung" über längere Zeit aufrechterhalten wird, kommt es zur Herausbildung realer Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Der Verstand strebt eigentlich mit "gesunder Ernährung" eine positive Wirkung an und bringt aber ohne es zu wissen eine negative körperliche Wirkung hervor, weil er die Bedeutung des natürlichen Appetits (als einem Verhaltensaspekt des Bewusstseins) nicht verstanden hat. Der Körper steuert über den Appetit, welche Nährstoffe er wann in welcher Menge braucht. Dass das in der Praxis häufig nicht zu funktionieren scheint, liegt daran, dass in der Wahrnehmung nicht zwischen Appetit und Suchtbedürfnissen unterschieden wird. Ein übertriebenes Bedürfnis nach Süßigkeiten ist nicht dem natürlichen Appetit zuzurechnen, sondern eine Suchterscheinung.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind ein typisches Beispiel für die negative Wirkung fehlgelenkter Bewusstseinsenergie auf den Körper. Zum Beispiel versuchen immer mehr Menschen auf Getreide- oder Milchprodukte zu verzichten. Dahinter stehen häufig so fragwürdige Glaubenssätze wie:

Die Folge ist eine rasante Zunahme von Getreide- und Milchunverträglichkeiten wie Glutenunverträglichkeit und Laktoseintoleranz. An diesem Beispiel sieht man besonders gut, wie sich beim Menschen durch fehlerhafte Teile des Weltbildes die Evolution umkehrt, denn als die Vorfahren des Menschen begannen, Milch zu trinken, waren sie ebenfalls laktoseintolerant. Erst durch den fortgesetzten Verzehr von Milch wurde die Laktoseintoleranz überwunden.

Statistisch lässt sich problemlos beweisen, dass es bei Menschen, die sich durch Ideen einer gesunden Ernährung besonders stark in ihrem natürlichen Appetit einschränken lassen, verstärkt zur Herausbildung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommt. Dabei gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen den spezifischen Unverträglichkeiten und den als ungesund angenommenen Nahrungsmitteln. Das zeigt jedoch auch gleichzeitig die Schwierigkeiten eines solchen Beweises: Der Verzehr eines "gesunden Nahrungsmittels" bedeutet nicht zwangsläufig einen Konflikt mit dem natürlichen Appetit. Der innere Konflikt zwischen dem natürlichen Appetit und den Ideen einer gesunden Ernährung lässt sich von außen nicht direkt beobachten oder gar messen. (Man kann ihn natürlich durch eine klinische Studie mit entsprechend entwickelten Fragen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit diagnostizieren.)

Aber es gibt Krankheiten, bei denen der Zusammenhang zwischen Verhalten und Symptomen sehr klar und eindeutig ist, weil sich das von außen beobachtete Verhalten ganz eindeutig als signifikante psychische Verhaltenseinschränkung erkennen lässt. Je stärker psychische Verhaltenseinschränkungen sind, umso besser lassen sie sich beobachten und das ist gut für einen wissenschaftlichen Beweis. Allerdings handelt es sich dabei um Krankheiten, welche für die Betroffenen mit besonders großem Leid verbunden sind: Je größer und eindeutiger die vorhergehende psychische Einschränkung, umso stärker später die körperliche Einschränkung und umso größer das aus einer Krankheit erwachsende Leid. Das macht die Offenlegung des Zusammenhangs besonders schwierig, weil der Gedanke "selbst an der Situation schuld zu sein" in solchen Fällen für die Betroffenen nahezu unerträglich ist. Für einen Beweis muss im Rahmen einer klinischen Studie mit den Betroffenen gesprochen werden, die dabei aber möglicherweise mit dem Hintergrund der Studie konfrontiert werden und dadurch einer enormen psychischen Belastung ausgesetzt werden. Natürlich sind die Betroffenen NICHT "selbst schuld", sondern ihre Krankheit ergibt sich aus den grundlegenden Irrtümern des gegenwärtig vorherrschenden Weltbildes. Es handelt sich einfach um eine extreme Bürde der Evolution. Der Mensch steht in seiner Entwicklung an einem grundlegenden Umbruch: Der rationale Verstand hat sich - basierend auf dem Anspruch einer vollständig rationalen Verhaltenssteuerung - sehr weit entwickelt. Aber nun stößt er an die Grenzen seiner Möglichkeiten und muss sich mit den bisher unterdrückten nicht-rationalen Teilen der Psyche verbinden, um die immer stärker eskalierenden Krisen zu lösen. Es bleibt dennoch eine besondere Hürde für diesen Beweis, dass gerade die Krankheitsfälle, mit denen ein Beweis besonders leicht möglich ist, auf absolut extreme Weise emotional aufgeladen sind.

Die Wirkung des Bewusstseins auf den Körper beeinflusst jede Entstehung einer Krankheit und jeden Heilungsprozess. Aber hier geht es um Krankheiten, die ausschließlich durch fehlgelenkte Bewusstseinsenergie entstehen. Man erkennt sie daran, dass es keinerlei bekannte materielle Ursachen wie Viren, Bakterien, Umwelteinflüsse, Überlastungen oder einseitige Belastungen gibt. Diese Krankheiten entstehen scheinbar aus dem Nichts. Oft wird angenommen, sie seien "angeboren" (was aus den Irrtümern der Evolutionstheorie entsteht - mehr dazu im entsprechenden Kapitel). Dazu gehören unter anderem die Autoimmunkrankheiten und insbesondere Multiple Sklerose.

Multiple Sklerose hat eine Vielzahl an Symptomen, die in den einzelnen Krankheitsfällen unterschiedlich gewichtet sind. Das bedeutet, dass Multiple Sklerose mit verschiedenen Arten von Verhaltenseinschränkungen verbunden sein kann und es deshalb auch mehrere psychische Entstehungsmuster gibt.

Eines der Symptome von Multipler Sklerose sind Blasenfunktionsstörungen. Eine Blasenfunktionsstörung bedeutet, häufig auf Toilette gehen zu müssen und das Bedürfnis kaum kontrollieren zu können. Die Verhaltenseinschränkung besteht darin, sich möglichst immer in unmittelbarer Erreichbarkeit einer Toilette aufhalten zu müssen. Das lässt sich bei vielen Unternehmungen, Tagesausflügen und Reisen nicht gewährleisten.

Auf der anderen Seite gibt es die recht weit verbreitete Angst, in einer unbekannten Umgebung keine Toilette vorzufinden, wenn eine gebraucht wird. Diese Angst kann dazu führen, dass entsprechende Unternehmungen vermieden werden und zwar auch ohne dass eine körperliche Einschränkung in Form einer Blasenfunktionsstörung besteht. Es handelt sich dann um eine rein psychische Verhaltenseinschränkung, die das Sozialleben gravierend einschränkt.

Zwischen beidem gibt es einen Zusammenhang: Wenn die Angst, keine Toilette zu finden, wenn eine gebraucht wird, zu einer extremen Einschränkung des Verhaltens führt, dann kann das zur Entwicklung einer Blasenfunktionsstörung führen. Die spezifische Verhaltenseinschränkung spielt in der Psyche der Betroffenen eine außerordentlich große Rolle. Sie beherrscht das Denken nahezu die ganze Zeit. Wenn die Krankheit erst mal ausgebrochen ist, scheint das eine Folge der Krankheitssymptome zu sein. Die Psyche verdrängt dann, dass die gleiche Verhaltenseinschränkung schon vorher rein psychisch existiert hat oder sie findet eine Erklärung wie: "Ich hatte bereits eine Vorahnung."

So überraschend Ihnen diese Behauptungen auch erscheinen mögen, bitte überprüfen Sie diese Zusammenhänge selbst: in ihrem eigenen Leben und in Ihrem sozialen Umfeld. Lassen Sie sich nicht von sogenannten "Experten" einreden, das sei unwissenschaftlicher Unsinn. Das einzig wirklich zuverlässige Wahrheitskriterium ist die Realität selbst!

Auch viele Alterskrankheiten entstehen auf diese Weise. Körper und Geist werden im Ruhestand in vielen Fällen zu wenig gefordert. Für bestimmte Arten von Demenz ist bereits durch Studien belegt, dass sich die Krankheit durch Training aufhalten lässt.

Diese Art der Krankheitsentstehung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Körper zunächst Symptome hervorbringt, die sich noch nicht organisch niederschlagen: "Der Arzt findet erst mal nichts." Es handelt sich um eine schrittweise Entwicklung, mit folgenden Entwicklungsstufen:

  1. rein psychische Verhaltenseinschränkung
  2. erste körperliche Symptome, denen sich aber noch keine physischen Veränderungen des Körpers zuordnen lassen ("Der Arzt findet nichts.")
  3. körperliche Veränderungen ("Der Arzt findet was.")
  4. genetische Veränderungen und Weitervererbung der Krankheit an die nächste Generation

Der soeben beschriebene Beweis zeigt auch, dass die Evolutionstheorie einen entscheidenden Fehler hat: Die Evolution folgt dem Verhalten und nicht dem Zufall!

Was auf den ersten Blick sehr negative Wirkungen hervorzubringen scheint, ist eigentlich ein äußerst positiver Mechanismus. Es ist die Grundlage jeglicher Form von Entwicklung und insbesondere auch der Evolution. Die Evolution folgt dem Verhalten, wie der französische Botaniker Jean-Baptiste de Lamarck bereits richtig erkannte - schon bevor Darwin seine Evolutionstheorie veröffentlichte. Wenn Krankheiten auf diese Weise entstehen, dann handelt es sich um eine negative Umkehrung des Evolutionsvorgangs und das ist auch gleichzeitig die Möglichkeit einer schrittweisen Heilung: den Prozess über die Änderung des Verhaltens in die Positive Entwicklung umzukehren. Ob sich auf diese Weise eine vollständige Heilung erreichen lässt, hängt davon ab, wie weit der Prozess bereits fortgeschritten ist. Aber eine Verbesserung lässt sich auf jeden Fall erreichen. Sie braucht allerdings Zeit. Was sich über viele Jahre hinweg entwickelt hat, lässt sich nicht auf einen Schlag umkehren.

Beim Menschen kehrt sich der Prozess negativ um, weil der Verstand die Verhaltenskontrolle an sich gerissen hat, ohne den Evolutionsprozess auf rationaler Ebene verstanden zu haben.

In den folgenden Kapiteln geht es darum,

weiter im Text: Rationalität