Warum Wissenschaft die wach­sen­den Krisen nicht lösen kann

Entwicklung braucht keinen Verstand

Und dennoch ist der Verstand der Ansicht, dass Entwicklung entweder von ihm ausgeht oder zufällig geschieht. Wie kommt es dazu?

  1. Für bestimmte Formen von Entwicklung setzt das Bewusstsein den Verstand als Werkzeug ein (nachdem es den Verstand auf die zuvor beschriebene Weise überhaupt erst hervorgebracht hat):
    • Erfassen und Anwenden bereits bestehender Gesetzmäßigkeiten unserer Lebensumgebung
    • rationale Beschreibung und Steuerung komplexer Verhaltensabläufe (z.B. Sport, Tanzen, Musizieren, Handwerk, Engineering, Wissenschaft)
  2. Was dem Verstand zufällig erscheint, muss noch lange nicht zufällig sein:
    • Gesetzmäßiges Verhalten erscheint zufällig, wenn wir die Bedingungen nicht kennen.
    • Absichtliches Verhalten erscheint zufällig, wenn wir die Absicht nicht kennen.
    • Bewusstsein als Solches ist über die Sinne nicht wahrnehmbar (nicht-materielle Form von Energie)
  3. Bei vielen Entwicklungen unseres Alltags sind die damit verbundenen materiellen Veränderungen zu klein, um vom Verstand wahrgenommen zu werden. Dem Verstand erscheinen diese Entwicklungen dann eher geistiger Natur zu sein und deshalb schreibt er sie sich selbst zu. Entwicklungen, die mit wirklich handfesten materiellen Veränderungen verbunden sind, wie z.B. die genetischen Mutationen im Rahmen der Evolution, kann sich der Verstand nicht selbst zuschreiben, weil er nicht den Schimmer einer Ahnung hat, wie er das wohl bewirken sollte. Solche Entwicklungen schiebt der Verstand deshalb dem Zufall unter. Tatsächlich handelt es sich um zwei Seiten des gleichen Prozesses:
    • Die vom Bewusstsein bewirkten materiellen Veränderungen sind im einzelnen Moment zu klein, um auf rationaler Ebene wahrgenommen zu werden.
    • Erst wenn sie sich über lange Zeiträume kumulieren, werden sie auf rationaler Ebene sichtbar und dann erscheinen sie dem Verstand aber zufällig.
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